Tanz, Tänze, Tänzerinnen
Die Faszination

Was ist es, das so viele nicht-orientalische Frauen am Orientalischen Tanz fasziniert? Fragt man sie, bekommt man sehr unterschiedliche Antworten, die aber unterm Strich eine Gemeinsamkeit deutlich machen: Der Tanz und besonders diese Art Tanz schafft einen Ausgleich, ersetzt etwas Fehlendes im Er-Leben jeder Frau.

Für wie lange Zeit der Tanz in ihrem Leben eine Rolle spielt, ist unerheblich – die eine hört schon nach wenigen Monaten wieder auf, die andere ist jahrelang aktiv, und das regelmäßige Tanzen ist für sie zur Selbst-Verständlichkeit geworden.

 

Aller Anfang ist...

Nur wenige fühlen sich zur Solo-Tänzerin berufen. Jedoch in einer Gruppe miteinander zu tanzen, macht den meisten Frauen viel Spaß, etwas Mut erfordert schon der Auftritt vor Publikum. Aber wir haben doch alle mal klein angefangen.

Erste Erfahrungen dieser Art sammelte ich Anfang/Mitte der 90er zusammen mit Charis und Ayesha. Wir nannten uns damals „Biban el Harim“. Weil wir uns aber ganz unterschiedlich weiterentwickelten, fand das Ganze irgendwann ein natürliches Ende.

Abbildung: Einer der ersten Solo-Auftritte, hier bei einer Hochzeitsfeier. Das war 1993.

 

Doch hat es endlich einmal angefangen...

1998 - Anläßlich einer Show unter dem Motto „Tanzlehrerinnen und ihre Schülergruppen“ fragte ich meine Kursteilnehmerinnen, ob sie da mitmachen wollten. Sie wollten, und so entstand die orientalische Tanzgruppe „Shams el-Leyl“ (den Namen gaben wir uns erst 1999). Dieser erste Erfolg machte Mut, und wir arbeiteten gezielt an einer Erweiterung unseres Repertoires weiter.

Abbildung: Der allererste Gruppenauftritt. Bis heute dabei sind Shahiza (in rosa) und Aliyena (ganz rechts).

Als die ersten Ausläufer der Tribal-Welle von USA herüberschwappten, griffen wir das Thema begeistert auf, denn es eröffnete uns ganz neue Möglichkeiten. Nun wurden nicht nur Pailletten gestickt, sondern auch Bommel gewickelt, und jede Tänzerin kreierte „ihren“ Turban.

Zwar waren die Tänzerinnen identisch, doch um diesem Stil gerecht zu werden, mußte ein neuer Name her: „Gaudiarabicum“ trat ans Licht der Welt. Beim Tanztraining wurden beide Tanzrichtungen gleichberechtigt behandelt, Weiterentwicklung fand auf mehreren Ebenen statt. Das Klassische rückte zugunsten des Spanisch-Arabischen etwas zur Seite, beim Tribal bildete sich ein Mittelalter-Zweig, nach einigen Besuchen von mittelalterlichen Veranstaltungen.

Und wir sind mit unseren Ideen und Plänen noch lange nicht am Ende!

Abbildung: Gastauftritt bei Narajana's Sommerfest

 

Gemeinsam sind wir stark

 

Die aktuelle Auftrittsgruppe (Stand 2/2006) besteht aus folgenden Personen:

Robia – ich leite die Kurse und kümmere mich um das „Management“. Bei Gruppenauftritten habe ich vermutlich mehr Angst als die anderen, daß ich die Choreographie vergesse.

Aliyena – sie ist schon lange dabei und übernimmt gelegentlich meine Vertretung. Bei unseren Gruppentreffen ist ihre Thunfischcreme sehr gefragt.

Danea – ist zuverlässiger „Rechtsaußen“ beim Tanzen. Im spanisch-arabischen Look sieht sie absolut echt aus.

Shahiza – immer die Schnellste beim Umziehen (wer Tribal-Kostüme kennt…) und auch sonst superpünktlich. Eigentlich mag sie kein Rosa, aber trotzdem ist da immer irgendwas.

Sharifa – die Frau mit den meisten Bommelgürteln. In ihrem Garten sitzt es sich gemütlich, und sie kann sogar Met brauen. 

Dazu kommen einige Neueinsteigerinnen, die teils schon mal mitgemacht haben, teils noch mehr Training brauchen, bevor es an die Aufführung geht. Für den Anfang sind sie im Chorus der Tribalgruppe am besten aufgehoben.

 

Abbildung von links nach rechts: Danea, Shahiza, Sharifa, Aliyena, Robia

 

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